· Pressemitteilung

25 Jahre Bürgerheim St. Martin

Gruppenfoto 25 Jahre Bürgerheim St. Martin in GangkofenMichael Schmidbauer
25 Jahre Bürgerheim St. Martin in Gangkofen

Jubiläum mit Herz und Humor

Gangkofen. Ein Vierteljahrhundert – mit Herzblut für Pflege, Betreuung und Lebensfreude: Mit einer großen Jubiläumsfeier hat der BRK-Kreisverband Rottal-Inn am vergangenen Donnerstag das 25-jährige Bestehen des Bürgerheims St. Martin in Gangkofen gefeiert. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige, Mitarbeitende, Ehrenamtliche und Ehrengäste blickten gemeinsam auf die Geschichte des Hauses zurück.

Besser hätte ein solches Jubiläum kaum beginnen können: Strahlender Sonnenschein empfing die zahlreichen Gäste und Ehrengäste, die sich zum Sektempfang vor dem Haupteingang des Bürgerheims St. Martin versammelten. Und auch als die Feier anschließend im Foyer wechselte, blieb die Stimmung heiter. Denn Einrichtungsleiterin Barbara Maier und ihr Team hatten sich bewusst gegen einen klassischen Festakt entschieden und für die Moderation etwas Besonderes einfallen lassen: Das Duo „Zwoa & Oans“ mit Richard und Evi Eder, musikalisch begleitet von Sabine Riemer, führte mit viel Musik, Humor und einer ordentlichen Portion Augenzwinkern durch den Nachmittag.
Richard Eder schlüpfte dabei in die Rolle des fiktiven „ewigen Bewohners“ Anton Pritschenbichler, der angeblich bereits seit der Eröffnung im Bürgerheim lebt. Mit viel Humor erinnerte er an die Anfänge des Hauses und bat zwischendurch die Ehrengäste auf die Bühne, um ihre „Referate“ zu halten – die er, wie er ankündigte, selbstverständlich auch bewerten werde. Musikalische Einlagen wie die „Rollator Rallye“ sorgten zwischen den Grußworten immer wieder für beste Stimmung.

Vom Neubau zum festen Bestandteil Gangkofens

Die Geschichte des heutigen Bürgerheims begann Ende der 1990er-Jahre. Das damalige gemeindliche Altenheim war sanierungsbedürftig und entsprach nicht mehr den Anforderungen einer modernen Pflegeeinrichtung. Gemeinsam mit dem Markt Gangkofen und der Investorengemeinschaft Kintsch & Werrenrath entstand deshalb am Anger ein moderner Neubau.

Am 21. September 2001 wurde das neue Bürgerheim St. Martin eingeweiht, wenige Tage später zogen die Bewohnerinnen und Bewohner aus dem alten Seniorenheim in ihr neues Zuhause. Zum 1. Oktober übernahm der BRK-Kreisverband Rottal-Inn offiziell den Betrieb. Zunächst bot das Haus 75 Pflegeplätze, 2011 wurde es erweitert und auf 85 Bewohnerzimmer vergrößert.

Dass das Bürgerheim heute weit mehr als ein Ort der Pflege ist, zeigt sich auch am regen Veranstaltungsleben. Feste und gemeinsame Aktivitäten geben dem Jahr seit jeher einen vertrauten Rhythmus und sorgen für Abwechslung und Gemeinschaft. Ob Fasching – seit 2013 sogar mit eigenem Bewohnerprinzenpaar –, Ostermarkt, traditionelles Maibaumaufstellen, Sommer- und Weinfest, Oktoberfest, Erntedankgottesdienst sowie Martins- und Weihnachtsfeier: Im Bürgerheim gibt es das ganze Jahr über zahlreiche Gelegenheiten, gemeinsam zu feiern und schöne Momente zu erleben.

Einrichtungsleiterin Barbara Maier erinnerte in ihrem Grußwort daran, dass ein solches Jubiläum vor allem von den Menschen erzählt, die das Bürgerheim geprägt haben. Ihr besonderer Dank galt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen, die das Leben im Haus seit vielen Jahren bereichern. Besonders würdigte Maier jene Mitarbeitenden, die dem Bürgerheim bereits seit seiner Eröffnung vor 25 Jahren die Treue halten: Mandl Brigitte und Lohr Monika. Ihr langjähriger Einsatz und ihre Verbundenheit mit dem Haus seien alles andere als selbstverständlich.

„Seit der Gründung unseres Pflegeheims im Jahr 2001 ist das Bürgerheim St. Martin ein Ort, an dem Menschen im Alter oder mit Pflegebedarf nicht nur professionelle Unterstützung finden, sondern vor allem ein Zuhause“, betonte Maier. Auch künftig wolle man Bewährtes bewahren, das Haus weiterentwickeln und dabei stets den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Ein wichtiger Meilenstein für den BRK-Kreisverband

BRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Rehrl hob die besondere Bedeutung des Bürgerheims für die Entwicklung des gesamten Kreisverbandes hervor. Der Einstieg in die stationäre Seniorenpflege sei damals ein wichtiger und zukunftsweisender Schritt gewesen. Heute beschäftigt der BRK-Kreisverband Rottal-Inn fast 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreibt unter anderem fünf Seniorenwohn- und Pflegeheime im Landkreis.

Besonders dankte Rehrl seinem Vorgänger Herbert Wiedemann, der mit Mut und Weitsicht diesen Weg eingeschlagen und damit die Entwicklung des Kreisverbandes maßgeblich mitgeprägt habe. Aus einem kleinen Kreisverband sei über die Jahre einer der größten BRK-Kreisverbände Bayerns geworden. Eine Entwicklung, für die das Bürgerheim St. Martin einen wichtigen Grundstein gelegt habe.

Gangkofens Erster Bürgermeister Markus Aichner bezeichnete das Bürgerheim als einen Ort, der heute aus der Marktgemeinde nicht mehr wegzudenken sei. St. Martin sei „ein Ort voller Leben, Lachen und echter Gemeinschaft“. Sein besonderer Dank galt Barbara Maier, ihrer Stellvertreterin und Pflegedienstleiterin Andrea Eberl sowie der gesamten Belegschaft. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden nicht nur pflegen, sondern den Menschen „ein echtes Zuhause und Lebensfreude“ schenken.

Auch Landrat Martin Koppmann stellte die Menschen in den Mittelpunkt, die täglich im Bürgerheim tätig sind. „Umso wichtiger ist es, dass wir die Menschen sehen, die diese Arbeit hier jeden Tag leisten“, betonte er und sprach allen Beschäftigten seinen Dank aus. Sie alle würden einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass aus einer Einrichtung ein Zuhause werde. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollten sich nicht nur gut versorgt und wohlfühlen, sondern dazugehören und ihren Alltag mitgestalten können. „Und genau dafür steht das Bürgerheim St. Martin seit 25 Jahren. Darauf können wirklich alle stolz sein“, so Koppmann. Für die Zukunft des Hauses mache er sich angesichts dessen keine Sorgen.

Bestnoten zum Jubiläum

Zum Ende des offiziellen Teils löste „Anton Pritschenbichler“ schließlich sein Versprechen ein und präsentierte seine Bewertung. Einrichtungsleiterin Barbara Maier und ihre Stellvertreterin Andrea Eberl erhielten ein besonderes Zeugnis: Pflege – Note 1. Betreuung – Note 1. Lebensfreude – Note 1 mit Stern.

Für weitere Lacher sorgten zwei Mitarbeiterinnen der Sozialen Betreuung, die in selbst gedichteten Gstanzln den Arbeitsalltag im Bürgerheim humorvoll aufs Korn nahmen.

Anschließend ging die Feier im festlich dekorierten Festzelt im Innenhof weiter. Bei einem Buffet des Landgasthofs Schwinghammer und vielen Gesprächen ließen die Gäste den Jubiläumstag gemeinsam ausklingen. Natürlich durften auch große Jubiläumstorten nicht fehlen. Eine davon war ein besonderes Überraschungsgeschenk von Sonja und Stephan Graf von der WEGA Gangkofen.

Nach 25 Jahren ist das Bürgerheim St. Martin längst nicht nur eine Pflegeeinrichtung, sondern ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Gangkofen. Was das Haus für die Menschen bedeutet, brachte Bewohner Eduard Briechle treffend auf den Punkt: „Weil es gut ist hier, weil alles passt und weil man Freundschaften schließen kann. Weil das mein Zuhause ist!“